Online-Dienste sorgen in der Spiele-Branche für Wachstum

Der Spielemarkt wächst weiterhin stark in Deutschland. 2019 konnte man jüngst ein neues Rekordumsatzhoch erzielen und auch für das laufende Jahr sieht der Trend positiv aus und zeigt deutlich nach oben. Ein Grund dafür sind sicherlich auch Lockdown und Quarantäne Maßnahmen in der ersten Jahreshälfte, die dafür gesorgt haben, dass noch mehr Geld für Unterhaltung ausgegeben wurde.

Während hier vor allem auch Online Casinos und Wettanbieter, die aufgrund des Wegfalls von Sportevents teils äußerst kreative Wetten anbieten mussten, profitieren konnten, waren der Hauptgewinner Online-Dienste für Games. Während man vor wenigen Jahren noch jedes Spiel im Handel erworben hat, geht der Trend mittlerweile dazu über, sich Spiele einfach herunterzuladen. Und Abos wie z. B. der Xbox Game Pass setzen dem Ganzen sogar noch eins drauf, denn sie ermöglichen zu einem Festpreis gleich den Zugang zu einer ganzen Auswahl an Spielen.

Wie der Verband der deutschen Spieleindustrie, kurz: game e. V., und der Analyse Anbieter App Annie jüngst mitteilten, konnte der deutsche Spielemarkt im vergangenen Jahr ein Umsatzplus in Höhe von 6,2 Mrd. Euro verzeichnen. Dies bedeutet im Vergleich zu 2018 einen Zugewinn um sechs Prozent. Während die Einnahmen in Sachen Hardware sicherlich auch aufgrund der in den Startlöchern stehenden Xbox Series X und PlayStation 5 leicht zurückgegangen sind, konnten In-App Käufe von 1,95 Mrd. Euro auf 2,25 Mrd. Euro zulegen – und damit absolut betrachtet am stärksten.

Die heimlichen Gewinner sind aber die Online-Dienste. Diese haben insgesamt zwar nur für einen Umsatz in Höhe von 461 Mio. Euro gesorgt, dies entspricht jedoch einem Plus von sage und schreibe ca. 30 Prozent. Zu solchen kostenpflichtigen Services zählen bspw. PlayStation Plus, Xbox Live oder der bereits erwähnte Xbox Game Pass, der als Xbox Game Pass Ultimate nicht nur für die Xbox Konsole gilt, sondern auch für Windows Spiele.

Der Xbox Game Pass Ultimate, der auch gerne als das Netflix für Spiele bezeichnet wird, kostet aktuell 12,99 Euro im Monat. Dafür bekommen Spieler Zugriff auf über 100 Konsolen- als auch PC-Spiele, die regelmäßig ausgetauscht werden. Games der Microsoft Studios stehen dabei sogar direkt am Tag der Veröffentlichung zur Verfügung. Dazu gibt es nicht nur spezielle Rabatte und Angebote für Mitglieder, sondern ab Mitte September lassen sich Spiele aus der Cloud direkt aufs Handy streamen – Android und eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt. Auch wenn knapp 155 Euro im Jahr teuer klingen: Einzeln kosten Games teilweise i. d. R. bis zu 70 Euro, so dass sich der Pass schon lohnt, wenn man durch das Angebot zwei Spiele weniger kauft. Und wer auf Konsole und Streaming verzichten kann, bekommt den Xbox Game Pass für PC schon für 3,99 Euro im Monat – oder nur für die Xbox zum Preis von 9,99 Euro.

Der Trend ist also klar und Microsoft gilt mit seinem Pass gewissermaßen als Vorreiter. Im mobilen Bereich bieten Apple mit Apple Arcade und Google mit dem Play Pass bereits ähnliche Angebote und es wird sicherlich nicht mehr lang dauern, bis auf dem PC Steam oder der Epic Game Store ähnliche Services etablieren. Spiele Publisher wie bspw. Electronic Arts bieten hier bereits mit Diensten wie EA Play (ehemals EA Access) ähnliche Programme, die jedoch auf hauseigene Titel beschränkt sind. Man sieht aber: Die Gamesbranche ist derzeit in einem Wandel und es bleibt äußerst spannend zu sehen, wie sie sich in Zukunft weiterentwickeln wird.

GA Stunner

GA Stunner

Stunner ist ambitionierter LOL Enthusiast seit Season 5, spielt bei Eintracht Frankfurt im Amateur Team als ADC und ist einer der Gründer der Gaming Academy.

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